
Je älter man wird, umso grösser sind die Herausforderungen und Druck, umso höher wird der Stress.
Man ist jetzt für mehrere Sachen verantwortlich, muss ein paar und wichtige Entscheidungen treffen, die für die Zukunft dienen. Kindheit ist gar kein Problem, man hat keinen Stress, macht sich gar keine Sorge im Gegenteil sorgt man für dich als Kind. Die Jugendzeit ist noch ein bisschen besser. Mit 18, 20 bis 30 Jahren fängt man an, sich Fragen zu stellen Wann werde ich mit dem Studium fertig? Wann werde ich heiraten? Wann werde ich eine Arbeit finden? Wann werde ich Kinder haben? Wann… Wann… und Wann?

Ehrlich, gibt’s keine schon etablierte Chronologie fürs Leben. Jeder muss seine Prioritäten selbst schaffen. Studium erst? Heirat erst? Kinder erst? Arbeit erst? Es hängt von vielen Sachen ab. Als ich noch Kind war, hatte ich ein Tagesbuch, in dem ich schrieb, was ich im Laufe meines Lebens machen wollte. Für mich war Studium das Wesentliche, also hatte dies den ersten Platz in meinem Leben. Ich habe alles wirklich programmiert. Mit 18 Jahren wollte ich mein Abitur bestehen, 21 meinen Bachelorabschluss, 23 meinen Master usw. Nach dem Studium wollte ich zunächst vor allem eine Arbeit finden, mit der ich viel Geld verdienen wollte, und dann kann ich meinen Traummann finden, mit dem wir eine sehr wohlhabende Lebens Situation haben werden, denn wir beide viel Geld haben werden und dann könnten wir uns zusammen entscheiden, wann wir Kinder erzeugen und wie viel wir bekommen möchten. So habe ich früher meine Lebensetappen geplant. Aber, je erwachsener ich werde, desto verständnisvoller werde ich, desto flexibler bin ich geworden. Warum? Denn ich habe verstanden, dass manchmal die Sachen nicht unbedingt so funktionieren, wie Menschen haben wollen. Ich weiß, dass es für manche, die vom Studium sehr begeistert sind, diese Vorstellung als die besten Lebensplanung betrachten: Studium, dann Arbeit und schließlich Heirat. Das klingt aber sehr gut und sehr ehrgeizig. Ziele muss man haben, aber realistische Ziele sind besser. Die Erfahrung zeigt, dass nur eine Minderheit solche Pläne erreichen, denn, wie gesagt, es gibt ja unerwartete Situationen im Laufe der Zeit, die alles schief machen können.

Also jeder ist frei, seine Wünsche auszusprechen, aber muss zwar auch die Änderungen, die ihm das Leben vorschlägt oder aufdrängt sogar akzeptieren. Keiner kann einer sagen, dass diese Reihefolge: Studium – Arbeit – Heirat oder Studium – Heirat – Arbeit das Beste ist. Jeder ist seines Lebens, seiner Wähle, seiner Entscheidungen verantwortlich und muss die Konsequenzen, die daraus kommen, allein annehmen. Vergessen Sie nicht: Das Leben ist erstaunlich kurz (Franz Kafka). Man muss alles, was ihm Spaß macht, machen, viel vom Leben profizieren, sodass man als ein Vorbild für die kommenden Generationen dient.
Jacqueline AKEDA


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