KLEEBLATT-Magazin TOGO

Deutsche Zeitschrift aus Togo, die 2022 vom Deutsch-Klub der Université de Lomé (Togo) gegründet wurde. Unsere Vision besteht darin, in Togo ein renommierter deutscher Medienkanal zu schaffen, um unsere Minderheit, die fließend Deutsch spricht oder Deutsch übt, zu unterstützen und die damit verbundenen Vorteile zu fördern.


Togo will die Rückgabe seines Kulturerbes 

Das westafrikanische Land Togo bemüht sich seit mindestens zwei Jahren um die Rückgabe seiner historischen Kulturgüter, die sich in deutschen Museen befinden. Die wichtigsten Akteure des Rückgabeprozesses trafen sich daher am Mittwoch, den 22. März 2023, in der Universität von Lomé, um den Stand des Prozesses zu erörtern. 

TOGO/https://www.republicoftogo.com/var/site/storage/images/toutes-les-rubriques-novo/culture/restitution-du-patrimoine-togolais/1444104-1-fre-FR/restitution-du-patrimoine-togolais_i1200.jpg 

Die meisten von ihnen wurden in der Kolonialzeit geraubt und müssen daher in der postkolonialen Zeit zurückgegeben werden. Dies ist die Haltung Togos gegenüber dem Thema der Rückgabe von Raubkunst. Togo hat sich seit mehr als zwei Jahren für die Rückgabe seines geraubten Erbes eingesetzt. In diesem Sinne hat Togo am 22. März 2023 einen Podiumdiskussion mit den wichtigsten Akteuren dieser Dynamik organisiert: Herr Dr. Azamede, Germanist und Historiker der Université de Lomé, der sich intensiv mit der Frage beschäftigt, Herr Mathias Veltin, deutsche Botschafter in Togo, Prof. Dr. Hans Peter Hahn, Ethnologe der Uni Frankfurt, Herr Eric Wonanu, bildender Künstler und Moderator zur Gelegenheit. 

Dieser Runde Tisch findet genau ein Jahr später statt, nachdem eine erste Konferenz rund um das Thema mit Herrn Dr. Kokou Azamede am 22. Maerz 2022 organisiert wurde. Die Nachrichten auf dieser neuen Konferenz sind interessanter. Da die Rückgabe von Kulturgütern ihre Bestandsaufnahme voraussetzt, hat Dr. Azamede berichtet, dass etwa 10.000 togoische Kulturgüter und 137 menschliche Überreste in Museen in Berlin, Bremen und Leipzig heute gefunden werden. Der deutsche Botschafter sagte, dass Deutschland offen für eine Rückgabe an Togo sei, und dass alles nun von der Fähigkeit der Forscher(inne)n abhänge, die Bestandsaufnahme abzuschließen und den Prozess zu beschleunigen. Professor Hahn wies darauf hin, dass es vielleicht besser sei, mit den Museen in Deutschland zusammenzuarbeiten.  

Laut seinen Vertretern, die ebenfalls an der Konferenz teilnahmen, liegt dem togoischen Minister für Kultur und Tourismus das Thema sehr am Herzen. Aus diesem Grund hat er bereits offizielle Besuche in Benin vom 20. bis 22. Mai 2022 und in Ghana vom 4. bis 6. August 2022 unternommen, um sich mit seinen Amtskollegen aus beiden Ländern, die sich ebenfalls mit dem Thema befassen, auszutauschen und die Standpunkte abzustimmen. Es ist anzumerken, dass diese Länder bereits teilweise das Gut der Rückgabe probiert haben, das Togo bald zu erleben hofft.  

Doch bei diesem Tempo kann man nur hoffen, dass eine Konferenz am nächsten 22. März (wenn es geplant wäre) die Rückgabe des kulturellen Erbes in weniger als einem Monat ankündigen wird, denn wo ein Wille und eine gute Zusammenarbeit vorhanden sind, kann man nur schöne Ergebnisse erwarten. In der Zwischenzeit sollten Sie das KLEEBLATT Magazin, Ihre einzige togoische Zeitung in deutscher Sprache, nicht aus den Augen verlieren. 

Ananko Ankomba Ablavi Assoum 

Quellen : 

Université de Lomé (2022) : Conférence publique à l’ul : la restitution des biens culturels du Togo en Allemagne. In : https://univ-lome.tg/conference-publique-lul-la-restitution-des-biens-culturels-du-togo-en-allemagne. (Letzter Zugriff am 26.04.2023). 

Republicoftogo (2023) : Restitution : 10.000 bien culturels identifiés en Allemagne. In : Restitution : 10.000 bien culturels identifiés en Allemagne – République Togolaise (republicoftogo.com). (Letzter Zugriff am 26.04.2023)  



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Im Jahr 2022 entschied sich die Schreibgruppe des Deutschclubs der Universität Lomé (Togo), die als « Federgruppe » bekannt ist und aus etwa 20 Personen besteht, ein jährliches Magazin auf Deutsch zu veröffentlichen.

Die verfolgten Ziele sind sehr vielfältig. Dazu gehören unter anderem: die Wertschätzung des künstlerischen und journalistischen Potenzials der Mitglieder, die Ausübung der deutschen Sprache, Information, Unterhaltung, der kulturelle Austausch zwischen Togo und Deutschland usw.

In diesem Sinne hat die Gruppe dank der Unterstützung unter anderem des Goethe-Instituts Lomé ihre erste Ausgabe veröffentlicht. Seitdem bemüht sie sich weiterhin, die Ausgaben zu vervielfältigen.

Für mehr Infos, kontaktieren Sie uns bitte unter: federkleeblatt2022@gmail.com

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