
Text: Pierre Kodzovi Yayra Afetovi (Togo)
Autor : Pierre Kodzovi Yayra Afetovi (Togo)
Weit entfernt von meinem Zuhause beginne ich erst, das Heimweh zu verspüren, ein Gefühl, das den Wunsch, zurückzukehren, mit jedem Tag stärker werden lässt. Ich sehne mich nach meiner Heimat, nicht in erster Linie, um meine Eltern wiederzusehen, sondern vor allem, weil ich dieses besondere Gericht noch einmal essen möchte. Schon kurz nachdem ich mein Zuhause verlassen hatte, begann ich das Abenteuer zu bereuen, denn ich wusste, dass ich dieses Gericht nicht mehr genießen würde. Von Anfang an verspürte ich keinen echten Wunsch, mein Zuhause zu verlassen; ich wollte bei meiner Familie bleiben. Es war mein Vorhaben, das Gericht selbst zuzubereiten, doch leider gelingt es mir nicht, was mein Heimweh nur noch verstärkt und die täglichen Erinnerungen an diesen vertrauten Geschmack immer wieder wachruft. Besonders schmerzlich vermisse ich das gemeinsame Essen mit meiner Familie. Jedes Mal, wenn ich Akoumè esse, durchströmt mich ein tiefes Gefühl von Heimat.
- Die Zubereitung
Oft, wenn wir auf dem Feld arbeiten, sagt schon am Vorabend jemand von uns: „Morgen ist das Akoumè-Fest.“ Die Feldarbeit verlangt zweifellos viel Energie, daher ist Akoumè während dieser anstrengenden Stunden unverzichtbar. Am nächsten Tag, wenn wir also mit der Arbeit beginnen und sich unsere Gespräche über das Feld hinweg vermischen, hält Mama plötzlich inne, entzündet das Feuer und beginnt, Akoumè zuzubereiten. Zuerst bringt sie Wasser in einem großen Topf zum Kochen. Wenn es zu sieden beginnt, gibt sie nach und nach Maismehl hinzu und rührt dabei kontinuierlich mit einem Holzlöffel, um Klumpenbildung zu vermeiden. Sobald die Masse dickflüssiger wird, rührt sie kräftiger und fügt schrittweise weiteres Mehl hinzu, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist. Anschließend lässt sie die Paste bei niedriger Hitze kurz köcheln und rührt weiter, um eine gleichmäßige, glatte Textur zu erhalten. Mit einem Schöpflöffel formt sie schließlich kleine Portionen und serviert das Akoumè zusammen mit einer köstlichen Soße. Dazu passt am besten ein lokales Getränk – etwa Sodabi und überdies Kaliti
- Das Genießen
Zum Abschluss des Kochvorgangs gibt Mama uns ein Zeichen, ein stilles Signal, das uns dazu anspornt, die Arbeit bald zu beenden. Sobald wir fertig sind, setzen wir uns gemeinsam hin. Wunderbar! Nach spätestens fünfzehn Minuten ist jede frisch zubereitete Portion vollständig aufgegessen. Das Besondere daran ist der Duft, der süßlich in der Luft liegt und sogar die Nachbarn anlockt, und viele kommen gerne vorbei, um mitzuessen. Man kann Akoumè fast überall zubereiten, es sei denn, man ist unterwegs so wie ich jetzt. Sooft ich mitten im Studium stecke und der Hunger aufkommt, denke ich daran, wie schön es wäre, gerade jetzt Akoumè essen zu können. Tatsächlich, es scheint mir, als könnte ich nie mehr ohne Akoumè leben.
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