Text: Joseph Ganava (Kamerun)
In ihrem Roman Tränen am Oubangui. Eine Deutsche im Herzen Afrikas thematisiert die deutsche postkoloniale Schriftstellerin Cornelia Canady den postkolonialen Blick von neuen Forschungsreisenden in den Kolonien. Von 1990 bis 2001 nimmt sie an einer Forschungsreise in der zentralafrikanischen Republik zu den Bayaka-Pygmäen tief im Zentralafrikas Wald teil. Trotz der verschiedenen Schwierigkeiten, die sie im Dschungel erlebt, bleibt sie optimistisch und mutig, um ihre Ziele zu erreichen. Sie plädiert für die Anerkennung der marginalisierten Kulturen und für den Umweltschutz in der Dritten Welt und dekonstruiert die kolonialen Vorurteile und die asymmetrischen Beziehungen zwischen Afrika und Europa in ihrem Roman Tränen am Oubangui
- Zur Person

- Zum Werk

Canady stellt in ihrem Roman „Tränen am Oubangui“ eine kulturelle Begegnung zwischen den Forschungsreisenden und den Pygmäen bzw. zwischen Europa und Afrika dar. Diese kulturelle Begegnung verweist auf die Interaktionen und Spannungen zwischen den Forschungsreisenden und den einheimischen Völkern (Pygmäen) und diese kulturelle Begegnung fokussiert sich auf symmetrisches Lernen und kulturelle Missverständnisse.Cornelia Canady beschreibt eine postkoloniale Forschungsreise in ihrem Roman, in der sie die kolonialen Machtstrukturen und die asymmetrischen Relationen zwischen den beiden Polen hinterfragt, plädiert sie für die Stärkung der marginalisierten Stimme und dekonstruiert das eurozentrische Denkmuster und die männliche Hegemonie in ihrem Roman Tränen am Oubangui. Der Roman handelt von einer postkolonialen Expedition zu den Pygmäen.Die Autorin erzählt von ihren eigenen Erfahrungen des Lebens unter den Pygmäen durch ihre Vordergrundfigur Julia. Julia wertet und respektiert die Kultur der Pygmäen, was Versöhnung, Toleranz und kulturelle Hybridität zwischen ihnen und den Forschungsreisenden fordert. Sie dekonstruiert die Hegemonie und die asymmetrische Beziehung zwischen Afrika und Europa und engagiert sich für den Umweltschutz in der Dritten Welt.
Zwar ist die Forschungsreise das Hauptthema, das in Cornelia Canadys Roman Tränen am Oubangui behandelt wird. Es gibt aber auch die anderen Themen wie Umwelt, Kultur und Kolonisation. Erstens beschreibt sie das Thema der Umwelt mit einer wichtigen Bedeutung im Kontext ihres Engagements für den Schutz des Waldes in der zentralafrikanischen Republik, der dem letzten lebenden Pygmäenstamm Lebensraum bietet. zweitens thematisiert sie die Begegnung der Kulturen und das Zusammenleben von Kulturen in ihrem Roman Tränen am Oubangui. Sie thematisiert diese kulturelle Begegnung zwischen den Forschungsreisenden und den Pygmäen durch intensive und konfliktreiche Erfahrung der Vordergrundfigur Julia, die die Begegnungen mit steinzeitlichen lebenden Pygmäen, wilden Dschungeltieren und dem Voodoo-Zauber und ihre Beziehung zu Tahim, einem Einheimischen im afrikanischen Umfeld erlebt. Drittens behandelt sie die Folgen der Kolonisation und des Modernisierungsprozesses in Afrika in ihrem Roman. Sie schildert das Leben in Afrika mit den Herausforderungen und der Veränderung der Kulturen durch Kolonisation und Moderne.
Die Vordergrundfigur Julia wird mit vielen Schwierigkeiten bei den Pygmäen im Dschungel konfrontiert. Erstens ihre Begegnung mit steinzeitlichen lebenden Pygmäen, die kulturell und sozial neue Erfahrungen und Konflikt mit sich bringt. Zweitens wird mit der gefährlichen Situation durch die wilden Tiere des Dschungels, die eine ständige physische Gefahr darstellen, begreifen. Drittens konfrontiert sie sich mit dem Voodoo-Zauber, der eine mystische und bedrohliche Dimension in ihrem Erleben darstellt. Viertens erlebt sie sich eine schmerzhafte Liebegeschichte mit Tahim, einem libanesischen Syrier, die sie in der zentralafrikanischen Republik während der Expedition begegnet.
Das Leiden der Protagonistin Julia im Dschungel in Cornelia Canadys Roman Tränen am Oubangui symbolisiert die Ähnlichkeit zwischen der kolonialen Forschungsreise und der postkolonialen Forschungsreise. Denn die kolonialen Forschungsreisenden werden mit vielen Schwierigkeiten während ihrer Forschungsreise in der Dritten Welt konfrontiert. Der Unterschied zwischen den kolonialen und postkolonialen Forschungsreisenden ist die Tatsache, dass die postkolonialen Forscher daran leiden, die Probleme der Dritten Welt wie die Vorurteile, die asymmetrische Beziehung zwischen Afrika und Europa und die Machtstrukturen zu verteidigen.
Das Interesse an diesem Roman besteht darin, dass sie an den Tag bringt, wie die Autorin Canady postkoloniale Einstellungen zum Beispiel der toleranten und humanistischen Verhaltensweisen der Protagonistin Julia literarisch verarbeitet. Canady plädiert in ihrem Roman für die Überwindung der asymmetrischen und hegemonialen Beziehung zwischen den Pygmäen und den Forschern. Sie beschreibt den Kontakt zwischen Afrika und Europa als einen Moment der Versöhnung zwischen Nord und Süd.
- Ankündigung
- Aus den Nachrichten
- Gesundheit
- Ideen
- Kultur
- Literatur
- Non classé
- Unterhaltung
- Wissenschaft
KLEEBLATT-Magazin TOGO
Deutsche Zeitschrift aus Togo, die 2022 vom Deutsch-Klub der Université de Lomé (Togo) gegründet wurde. Unsere Vision besteht darin, in Togo einen renommierten deutschen Medienkanal zu schaffen, um unsere Minderheit, die fließend Deutsch spricht oder Deutsch übt, zu unterstützen und die damit verbundenen Vorteile zu fördern.



Laisser un commentaire